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Minimalinvasives Bildgebungsverfahren zur Diagnose an CF-Patienten

Ein Team bestehend aus Forschern der Harvard Medical School und des Wellman Center for Photomedicine des Massachusetts General Hospital aus Boston, MA stellte ein minimales, aber leistungsstarkes invasives Verfahren zur Visualisierung von abnormaler Schleimbildung in den Atemwegen vor.

Die Technik bietet eine hohe Auflösung von ca. einem Mikrometer – ungefähr ein fünfzigstel der Größe eines
menschlichen Haares. Diese ermöglicht es sogar zelluläre Details am Menschen zu untersuchen.
Bei diesem Verfahren kann auf eine Sedierung verzichtet werden, da der Bildgebungskatheter einen Durchmesser von 2 mm aufweist. Durch die geringe Größe des Katheters kann die Bildgebung über die Nase erfolgen. Die Patienten berichteten von sehr geringen Beschwerden und es traten keine Nebenwirkungen auf. Die Forscher untersuchten die Nasenpassage von zehn Mukoviszidose-Patienten und verglichen die Ergebnisse mit zehn gesunden Patienten. Der Mukus (Schleim) der Mukoviszidose-Patienten war im Vergleich zu den gesunden Patienten
dehydriert und zähflüssiger, ebenfalls war die Bewegung des Schleims im Vergleich zu den gesunden Patienten langsamer. Die Ergebnisse stützen die Annahme, dass
der Wassergehalt des Schleims einen potentiellen prognostischen Marker darstellt, der im Hinblick auf die Pathogenese von Mukoviszidose weiter untersucht werden sollte.
Zusammenfassend kann mit dieser Methode der Atemwegsschleim genauer untersucht werden. Dies bedeutet, dass die Entwicklung von Therapien für
Mukoviszidose mit diesem minimal invasiven Verfahren beurteilt werden könnte und dies eine hervorragende Bildgebungstechnik darstellt.

Unser Labor beobachtet diese Entwicklungen sehr genau und implementiert wissenschaftliche Weiterentwicklungen wie diese in unseren Forschungsalltag. Im Hinblick auf die bei uns im Labor
entwickelte mRNA-Therapie haben die Ergebnisse dieser Studie Auswirkungen
darauf, wie wir den Transport unseres Medikamentes in der Lunge durchführen und messen. Außerdem können wir uns in der Zukunft vorstellen, das
Bildgebungsverfahren des Schleims im Rahmen von klinischen Studien zur Diagnostik und zur Verlaufskontrolle einzusetzen.